Muss man auf einer Kreuzfahrt Trinkgeld geben? Die Antwort hängt von der Reederei, dem Buchungsmarkt und teilweise sogar vom Buchungsdatum ab. Während bei AIDA, Mein Schiff und inzwischen auch Costa keine separate tägliche Trinkgeldposition anfällt, arbeitet MSC mit einer bereits in den Gesamtpreis integrierten Hotel-Servicegebühr. Bei Royal Caribbean und Norwegian Cruise Line gelten wiederum eigene Modelle in US-Dollar.
Dieser Guide zeigt dir, welche Beträge aktuell anfallen, wann sie bereits im Reisepreis enthalten sind und bei welchen Reedereien Änderungen möglich sind. Was ist also zu erwarten und angebracht beim Thema Trinkgeld auf Kreuzfahrten?


Trinkgeld, Servicegebühr und Hotel-Servicegebühr: Was ist der Unterschied?
Zugegeben: Bei den vielen Begriffen verliert man schnell den Überblick. Denn jede Reederei nennt es ein bisschen anders. Wir bringen Licht ins Dunkel.
- „Trinkgeld inklusive“: Die Reederei hat den entsprechenden Anteil schon in den Reisepreis eingerechnet. Auf deinem Bordkonto taucht dann keine zusätzliche tägliche Position auf – du musst dich um nichts weiter kümmern.
- Hotel-Servicegebühr / Service Charge: Das ist ein fester Betrag pro Person und Nacht (bzw. Tag). Er kann bereits im Gesamtpreis stecken, vorab bezahlt oder erst während der Kreuzfahrt aufs Bordkonto gebucht werden. Genau hier lohnt sich der zweite Blick – dazu gleich mehr.
- Freiwilliges persönliches Trinkgeld: Das ist noch mal etwas anderes: Diesen Betrag gibst du einem Crewmitglied direkt in die Hand, wenn dich jemand mit außergewöhnlich gutem Service überzeugt hat und du das zusätzlich honorieren möchtest. Freiwillig – und immer eine schöne Geste.

Trinkgelder bei AIDA
Kurz und schmerzlos: Bei AIDA ist das Trinkgeld im Reisepreis enthalten – in allen Tarifen. Eine automatische tägliche Servicegebühr auf dem Bordkonto? Gibt es nicht. Du musst also nichts einplanen und am Ende der Reise nichts begleichen. Wenn dich ein Crewmitglied mit besonders gutem Service überzeugt hat, kannst du natürlich trotzdem etwas draufgeben. Dafür stellt AIDA am Abreisetag Trinkgeldumschläge an der Rezeption bereit. Musst du aber nicht – und schon gar nicht in einer bestimmten Höhe. Das bleibt komplett dir überlassen.
Trinkgelder bei Mein Schiff
Bei der Mein-Schiff-Flotte von TUI Cruises gehören die Trinkgelder zu den Premium-Inklusivleistungen – und zwar laut Reederei in allen Tarifen. Auch hier gilt also: kein täglicher Pauschalbetrag, keine automatische Trinkgeldposition am Ende der Reise. Ein persönliches Extra für einzelne Crewmitglieder bleibt freiwillig.
Trinkgelder bei Costa
Früher war die Hotel-Service-Charge bei Costa oft eine separate, verpflichtende Position auf dem Bordkonto. Diese Angabe geistert bis heute durch zahlreiche ältere Artikel – für aktuelle Buchungen über den deutschen Costa-Markt stimmt sie aber schlicht nicht mehr.
In den derzeit geltenden deutschen Reisebedingungen steht ausdrücklich, dass die Hotelservice-Charge bzw. das Trinkgeld bereits im Preis enthalten ist. Auch aktuelle Costa-Angebote werben mit „Trinkgeld inbegriffen“. Damit gilt bei Costa inzwischen dasselbe Grundmodell wie bei AIDA und Mein Schiff: keine zusätzliche tägliche Trinkgeldgebühr auf dem Bordkonto.

Hotel-Servicegebühr bei MSC Cruises
MSC macht es anders als AIDA, Mein Schiff und Costa – und genau deshalb lohnt sich hier der genaue Blick. MSC berechnet nämlich eine obligatorische Hotel-Servicegebühr. Die gute Nachricht: Sie ist bereits fester Bestandteil des Gesamtreisepreises und wird dir schon bei der Buchung ausgewiesen. Du musst also nicht am Ende der Reise plötzlich nachzahlen – die Gebühr steckt von Anfang an im Preis.
Für Neubuchungen ab dem 2. Juli 2026 gelten auf vielen europäischen Routen – darunter Mittelmeer, Kanaren, Nordeuropa, Dubai, Abu Dhabi, Katar und Ägypten – diese Beträge:
| Kabinenkategorie | Erwachsene (ab 18 J.) | Kinder (2–17 J.) | Kinder unter 2 J. |
|---|---|---|---|
| Standardkabine | 12 € pro Nacht | 10 € pro Nacht | keine Gebühr |
| MSC Yacht Club | 16 € pro Nacht | 13 € pro Nacht | keine Gebühr |
Für andere Fahrtgebiete wird teilweise in US-Dollar abgerechnet. In Nordamerika, Alaska, Bermuda, Kanada und Neuengland nennt MSC zum Beispiel 17 US-Dollar pro Person und Nacht in der Standardkabine und 23 US-Dollar im MSC Yacht Club. Dort fällt die Gebühr übrigens schon ab einem Alter von zwei Jahren an.
Wichtig: Der Betrag hängt nicht nur von der Route ab, sondern auch von deinem Buchungsdatum. Für ältere Buchungen können andere Altersgrenzen und Preise gelten. Verlass dich deshalb nie auf gerundete Angaben aus dem Internet – maßgeblich ist immer deine eigene Buchungsbestätigung und die darin ausgewiesene Hotel-Servicegebühr.
MSC weist ausdrücklich darauf hin, dass die Gebühr nicht einfach gekürzt oder storniert werden kann. Wenn beim Service etwas schiefläuft, wende dich am besten direkt während der Reise an den Gästeservice an Bord – dann kann der Mangel geprüft und möglichst behoben werden. Einzelne Crewmitglieder darfst du natürlich trotzdem zusätzlich belohnen, wenn dich jemand mit besonders gutem Service überzeugt hat. Das bleibt – wie überall – freiwillig und ist immer eine schöne Geste.

Trinkgelder bei Royal Caribbean
Bei Royal Caribbean ist das Trinkgeld nicht im Reisepreis enthalten, sondern kommt als tägliche „Service Gratuity“ zusätzlich auf deinen „Reisepreis“ oben drauf. Entweder du bezahlst die Gebühr im Voraus – oder sie wird während der Reise automatisch täglich auf dein SeaPass-Bordkonto gebucht.
Aktuell gelten diese Beträge:
- 18,50 US-Dollar pro Gast und Tag in regulären Kabinen
- 21 US-Dollar pro Gast und Tag in Suiten
Das summiert sich. Bei einer siebentägigen Kreuzfahrt landest du so bei 129,50 US-Dollar pro Person in einer regulären Kabine bzw. 147 US-Dollar in einer Suite. Der Betrag gilt pro Gast, unabhängig vom Alter – auch für Kinder. Bei einer vierköpfigen Familie sind das schon über 500 USD.
Wohin fließt das Geld? Royal Caribbean verteilt die Einnahmen nach eigenen Angaben über einen gemeinsamen Vergütungspool an verschiedene Bereiche – darunter Kabinenservice, Restaurants, Bars, Küche und weitere Hotelservices, die ansonsten ohne unmittelbaren Gästekontakt wenig Chancen auf Trinkgeld hätten. Wenn es so stimmt, eine sinnvolle Praxis.
Mit der täglichen Gebühr ist es nicht getan. Royal Caribbean schlägt zusätzlich 18 % Trinkgeld bzw. Servicegebühr auf viele Extras drauf – unter anderem auf Getränke, Getränkepakete, Spezialitätenrestaurants, Zimmerservice und Minibar. Bei Spa- und Salonleistungen sind es sogar 20 %.
Wer also gern den einen oder anderen Cocktail bestellt oder sich eine Massage gönnt, sollte diese Aufschläge unbedingt ins Budget einplanen – sonst wird die Bordabrechnung am Ende der Reise zur Überraschung.

Trinkgeld bei Norwegian Cruise Line (NCL)
Und zum Schluss die Reederei, bei der es am kniffligsten wird – zumindest für deutsche Gäste. Bei Norwegian Cruise Line (NCL) ist die Lage nämlich weniger eindeutig als bei allen anderen. Warum? Weil die deutsche und die internationale NCL-Seite die Sache unterschiedlich beschreiben.
Die deutsche NCL-Seite nennt den täglichen Betrag eine „Trinkgeld-Option“ und empfiehlt:
- 20 US-Dollar pro Person und Tag in Studios, Innen-, Außen- und Balkonkabinen sowie Club Balcony Suiten
- 25 US-Dollar pro Person und Tag in Suiten und im The Haven
Die Option gilt für Gäste ab 3 Jahren.
Und jetzt kommt der wichtige Unterschied: Laut deutscher NCL-Seite kannst du diesen Betrag bei der Endabrechnung des Bordkontos bestätigen, verfallen lassen oder durch einen selbst gewählten Trinkgeldbetrag ersetzen.
Auf den internationalen NCL-Seiten klingt das anders: Dort ist von einer festen täglichen „Onboard Service Charge“ in derselben Höhe die Rede – anpassen kannst du sie nur, wenn ein während der Reise gemeldetes Serviceproblem nicht zufriedenstellend gelöst wurde.
Unser ehrlicher Rat: Maßgeblich ist einzig deine konkrete Buchungsbestätigung und die Bedingungen, die für deine Reservierung gelten. Lies also im Zweifel genau nach, was bei dir tatsächlich vereinbart ist. In dem Fall lohnt sich der Blick ins „Kleingedruckte“.

Aktuelle Übersicht der Trinkgeldregeln
Damit du nicht lange suchen musst, hier alles auf einen Blick. Grob gesagt gibt es beim Trinkgeld zwei Welten: Bei den deutschen Reedereien AIDA, Mein Schiff und Costa sowie bei MSC steckt das Trinkgeld bereits im Reisepreis – du musst dich um nichts kümmern. Bei den amerikanischen Linien Royal Caribbean und NCL kommt es dagegen täglich obendrauf. Genau deshalb lohnt sich hier der Blick in die Tabelle, bevor du buchst.
| Reederei | Aktuelle Regelung | Separate tägliche Belastung an Bord? |
|---|---|---|
| AIDA | Trinkgeld im Reisepreis enthalten | Nein |
| Mein Schiff | Trinkgeld in allen Tarifen enthalten | Nein |
| Costa | Hotel-Service-Charge im deutschen Reisepreis enthalten | Nein |
| MSC Cruises | Obligatorische Hotel-Servicegebühr im Gesamtpreis; auf vielen europäischen Routen 12 € (Erwachsene) bzw. 10 € (Kinder) in der Standardkabine, 16 € bzw. 13 € im MSC Yacht Club | Nein, bereits bei der Buchung enthalten |
| Royal Caribbean | 18,50 US-Dollar pro Gast und Tag, Suiten 21 US-Dollar (gilt für alle Altersgruppen) | Ja, sofern nicht vorausbezahlt |
| Norwegian Cruise Line | Deutsche Seite empfiehlt 20 bzw. 25 US-Dollar als veränderbare „Trinkgeld-Option“ | Abhängig von Buchung und geltenden Vertragsbedingungen |
Die Tabelle zeigt die im August 2026 veröffentlichten Grundregeln. Abweichungen sind je nach Buchungsmarkt, Route, Schiff, Kabinenkategorie, Alter und Buchungsdatum möglich.
Kann man eine automatische Servicegebühr streichen?
Eine pauschale Antwort gibt es leider nicht – das hängt ganz von der Reederei ab. Hier der Überblick:
- Bei AIDA, Mein Schiff und Costa stellt sich die Frage gar nicht erst, weil keine separate tägliche Gebühr auf dem Bordkonto auftaucht. Alles im Preis, nichts zu streichen.
- Bei MSC Cruises ist die Hotel-Servicegebühr fester Bestandteil des Gesamtreisepreises – sie kann nicht storniert werden.
- Bei Royal Caribbean hast du mehr Spielraum: Den Betrag kannst du während der Reise direkt am Guest-Relations-Schalter anpassen lassen – allerdings nur bis zum Morgen der Ausschiffung.
- Bei NCL beschreibt die deutsche Internetseite den Betrag als „Trinkgeld-Option“, die du bestätigen, ändern oder auch nicht übernehmen kannst. Achtung: Die internationalen Bedingungen können davon abweichen – im Zweifel gilt deine Buchungsbestätigung.

Ist persönliches Trinkgeld in bar sinnvoll?
Verpflichtend ist es nicht – aber eine schöne Geste, wenn dich jemand an Bord wirklich begeistert hat. Wenn ein bestimmtes Crewmitglied deinen Urlaub mit besonderem Service ein Stück besser gemacht hat, darfst du das ruhig mit einem persönlichen Extra honorieren. Über solche Aufmerksamkeiten freut sich die Crew immer.
Typische Empfänger sind:
- der Kabinenservice, der dein Zimmer täglich in Ordnung hält
- ein Kellner, der dich über die Reise hinweg regelmäßig betreut
- Butler oder Concierge (vor allem in Suiten-Kategorien)
- Mitarbeiter, die dir bei einem konkreten Problem besonders geholfen haben
Einen offiziellen Standardbetrag gibt es nicht – und den brauchst du auch nicht. Wie viel du gibst, hängt von der Reisedauer, dem Umfang des Services und ganz einfach von deinem eigenen Gefühl ab. Als grobe Orientierung: Viele Gäste geben ein paar Euro oder Dollar pro besonders geschätztem Crewmitglied, bei längerer oder sehr persönlicher Betreuung entsprechend mehr. Es gibt hier kein Richtig oder Falsch – die Geste zählt. Generell eignen sich Scheine praktisch besser, da leicht und umtauschbar – aber das ist ein anderes Thema.
Und wie übergibst du das Ganze? Bei AIDA oder Mein Schiff kannst du die bereitgestellten Trinkgeldumschläge an der Rezeption nutzen. Gegen Reiseende wirst du mehrmals darauf aufmerksam gemacht. Bei den anderen Reedereien reichst du dein persönliches Trinkgeld einfach direkt weiter – am besten mit einem kurzen Dankeschön, das kommt ohnehin am besten an. Wenn du unsicher bist, welche Möglichkeiten dein Schiff bietet, frag einfach an der Rezeption nach. Die helfen dir gern weiter.
Was viele Gäste übersehen: Zusätzliche Servicegebühren
Jetzt kommt der Punkt, an dem so manche Bordabrechnung am letzten Abend für lange Gesichter sorgt. Denn die tägliche Trinkgeldregel deckt längst nicht alle Servicezuschläge an Bord ab – da kommt je nach Reederei noch einiges obendrauf.
Vor allem bei den amerikanischen Reedereien werden auf bestimmte Einkäufe zusätzliche prozentuale Gebühren fällig. Betroffen sind häufig:
- einzelne Getränke und Getränkepakete
- Spezialitätenrestaurants
- Spa- und Salonbehandlungen
- Zimmerservice
- Minibar-Einkäufe
Konkret heißt das: Bei Royal Caribbean liegen diese Zuschläge überwiegend bei 18 %, im Spa- und Salonbereich bei 20 %. NCL schlägt auf zahlreiche Zusatzleistungen 20 % drauf. Klingt nach Kleinigkeiten – summiert sich über eine Woche aber spürbar, gerade wenn du gern den einen oder anderen Cocktail bestellst oder dir eine Massage gönnst.

Häufige Fragen zum Trinkgeld auf Kreuzfahrten
Nein. Bei AIDA ist das Trinkgeld im Reisepreis enthalten. Ein persönliches Extra für außergewöhnlichen Service ist freiwillig.
Ja. Die Trinkgelder gehören bei Mein Schiff in allen Tarifen zu den Premium-Inklusivleistungen.
Bei aktuellen Buchungen über den deutschen Costa-Markt ist die Hotel Service Charge bereits im Reisepreis enthalten. Auf dem Bordkonto erscheint keine zusätzliche tägliche Trinkgeldposition.
Bei Neubuchungen ab dem 2. Juli 2026 beträgt sie auf vielen europäischen Routen in Standardkabinen 12 Euro pro Nacht für Erwachsene und 10 Euro für Kinder von 2 bis 17 Jahren. Im MSC Yacht Club gelten höhere Beträge. Kinder unter zwei Jahren zahlen keine Gebühr.
Nein. Die obligatorische Hotel-Servicegebühr ist Bestandteil des Gesamtreisepreises und wird bereits bei der Buchung ausgewiesen und bezahlt.
Nein. MSC schließt eine Stornierung der Gebühr ausdrücklich aus. Beschwerden über konkrete Servicemängel sollten während der Reise beim Gästeservice gemeldet werden.
Royal Caribbean berechnet derzeit 18,50 US-Dollar pro Gast und Tag in regulären Kabinen und 21 US-Dollar in Suiten. Der Betrag wird vorausbezahlt oder täglich auf das Bordkonto gebucht.
Ja. Änderungen sind während der Reise bis zum Morgen der Ausschiffung beim Guest-Relations-Schalter möglich.
Die deutsche NCL-Seite empfiehlt 20 US-Dollar pro Person und Tag in den meisten Kabinen und 25 US-Dollar in Suiten und im The Haven. Dort wird der Betrag als veränderbare Trinkgeld-Option beschrieben.
Das hängt von der Reederei ab. Bei MSC unterscheiden sich Betrag und Altersgrenzen nach Route und Buchungsdatum. Bei NCL gilt die Trinkgeld-Option ab drei Jahren. Royal Caribbean nennt in seiner allgemeinen Regel keine Kinderbefreiung. AIDA, Mein Schiff und Costa erheben für Kinder keine separate tägliche Trinkgeldposition.
Kommt auf die Reederei an. Bei AIDA, Mein Schiff und Costa ist es im Preis – du musst nichts extra zahlen. Bei amerikanischen Linien wie Royal Caribbean und NCL kommt eine tägliche Servicegebühr obendrauf.
Bei den großen Anbietern liegt der Tagessatz meist zwischen 12 und 25 Euro bzw. US-Dollar pro Person – je nach Reederei und Kabinenkategorie.
Bei den deutschen Reedereien und bei MSC: ja. Bei den amerikanischen: nein, da wird es täglich aufs Bordkonto gebucht.
Bei MSC nicht (fester Preisbestandteil). Bei Royal Caribbean und NCL ist eine Anpassung an Bord möglich – meist nur bei echten Serviceproblemen.
Oft ja. Die Regeln unterscheiden sich stark: Bei manchen Reedereien ab 2 Jahren, bei anderen ab 3, teils zu reduzierten Sätzen, teils voll.
Entweder vorab bei der Buchung oder täglich übers Bordkonto, das du am Ende der Reise begleichst.
Ja. Die Beträge fließen in einen gemeinsamen Pool und werden nach einem festen System unter der Crew aufgeteilt – vom Kabinensteward bis zur Küche.
Freiwillig, aber eine schöne Geste bei besonders gutem Service – etwa für den Kabinenservice oder den Stammkellner.
Ja, vor allem bei amerikanischen Reedereien: 18–20 % auf Getränke, Spa, Spezialitätenrestaurants und Co.
Oft ja – das entlastet die Bordabrechnung am Ende und sichert dir bei angekündigten Erhöhungen noch den alten Satz.

Unser Fazit: Trinkgeld muss kein Rätsel sein
Zugegeben – das Thema Trinkgeld wirkt auf den ersten Blick unübersichtlich. Jede Reederei kocht ihr eigenes Süppchen, mal heißt es „inklusive“, mal „Servicegebühr“, mal „Trinkgeld-Option“. Aber wenn du einmal das Grundprinzip verstanden hast, ist die Sache eigentlich ganz simpel.
Merk dir vor allem eins: Es gibt zwei Welten. Bei den deutschen Reedereien AIDA, Mein Schiff und Costa sowie bei MSC ist das Trinkgeld längst im Preis – du kannst entspannt an Bord gehen und dir am letzten Abend keine Gedanken über dein Bordkonto machen. Bei den amerikanischen Linien wie Royal Caribbean und NCL kommt es dagegen täglich obendrauf, und dazu gesellen sich Prozent-Aufschläge auf Getränke, Spa und Spezialitätenrestaurants. Genau hier lohnt sich der Blick ins Kleingedruckte, bevor du buchst – sonst wird die vermeintlich günstige Reise am Ende doch teurer als gedacht.
Und dann ist da noch die ehrliche Seite der Geschichte, die gern untergeht: Hinter der Servicegebühr stehen echte Menschen. Die Crew arbeitet hart dafür, dass deine Kreuzfahrt zum Traumurlaub wird – vom Kabinensteward über den Kellner bis zu den vielen fleißigen Händen hinter den Kulissen auf den untersten Decks. Das Trinkgeld ist für viele von ihnen ein fester Gehaltsbestandteil, kein nettes Extra. Bevor du es pauschal streichst, lohnt sich deshalb ein Gedanke daran, bei wem es am Ende ankommt oder nicht.
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Quellen und weiterführende Links
- AIDA: Bordleben – Häufige Fragen und Antworten
- TUI Cruises: Mein Schiff Premium-Inklusivleistungen
- MSC Cruises: Alle Infos zur Hotel-Servicegebühr
- Costa Kreuzfahrten: Allgemeine Reisebedingungen 2025/2026
- Royal Caribbean: What is Royal Caribbean’s service gratuities price and policy?
- Norwegian Cruise Line Deutschland: Wie kann ich guten Service honorieren?


